Auf dieser
Seite möchten wir Ihnen Tips und Ratschläge von leidgeprüften, aber inzwischen wieder
recht erfolgreich in der Elektrobranche „durchgestarteten“ ex Arbeitsuchenden
geben.
- Zu aller erst IMMER zur Arbeitsagentur und als Arbeitssuchend
melden.
- Dann ggfs. zur Rechtschutzversicherung und dort einen guten
Arbeitsrechtler empfehlen lassen bzw. dort abklopfen ob die Kündigung
anfechtbar ist und Sie auf Wiedereinstellung klagen können.
- Für den Fall das Sie klagen – auf Abfindung klagen können Sie
nicht – nur auf Wiedereinstellung – dann bietet Ihnen der Arbeitgeber
meist eine Abfindung als Vergleich an. Aber Vorsicht – hat er etwas gegen
Sie in der Hand, und hat Sie nur aus sozialen Gründen nicht fristlos
entlassen, sollten Sie von vornhinein auf eine Klage verzichten, und
versuchen, Ihm persönlich zumindest ein gutes Zeugnis abzuringen.
- Verlassen Sie sich nie ausschließlich auf die Arbeitsagentur –
nutzen Sie die nachfolgenden Links, oder kaufen Sie sich samstags die
entsprechende „Job Postille“ wie das Abendblatt, die FAZ oder Ihr lokales
„Käseblatt“. Auch dort können Sie fündig werden. ABER - auf die Anzeigen in den großen
überregionalen Zeitungen melden sich zum Teil über 2000 Bewerber
auf eine Anzeige – auch hier ist die Auslese so groß, das man als
Arbeitsloser eher weniger Chancen hat.
- Halten sie UNBEDINGT ALLE Termine der Arbeitsagentur ein – und
melden Sie sich auf ALLE Anschreiben, die sie von der AA bekommen, denn
sonst ist Ihr schönes Arbeitslosengeld schneller gestrichen als sie Hurra
sagen können. Bekommen Sie eine Zusage von einem AA Arbeitgeber – und sei
es nur ein schlecht bezahlter und befristeter Vertrag und sei es auch,
dass Sie etwas unbestätigtes in der Hinterhand haben – nehmen Sie es an.
Tun Sie es nicht, und die andere Sache klappt doch nicht, stehen Sie ab
Absagedatum an den potentiellen Arbeitgeber OHNE Arbeitslosengeld da. Die
Geschichten über sogenannte „Streichergebnisse“ sind ein Märchen. Lehnen
Sie eine Stelle ab, bekommen sie definitiv KEIN Geld mehr vom Staat – auch
keine Sozialhilfe – beim ersten mal 4 Wochen beim zweiten acht und beim
dritten mal . . . .
- Initiativbewerbungen sind eine erfolgversprechende Sache – ABER –
sie können auch herausgeschmissenes Geld sein. Greifen Sie lieber vorher
zum Telefon und fragen, ob es in dem Unternehmen überhaupt offene
Positionen gibt. Informieren Sie sich im Internet über das Unternehmen –
Ansprechpartner, Standorte, Kerngebiete der Tätigkeiten, denn, wenn Sie an
den richtigen am Telefon treffen, wird er Sie gleich ausfragen und
versuchen sich ein Bild von Ihnen zu machen. Also – seien Sie vorbereitet,
und bleiben Sie stets freundlich – wahrscheinlich hat der gegenüber
bereits 20 solcher Anrufe an diesem Tag geführt.
- Die Bewerbung : Eine Seite muß reichen, das gilt vor allem für Ihr
Bewerbungsschreiben. Der Lebenslauf darf eine Doppelseite füllen – ABER NICHT MEHR ! Präsentieren
Sie sich mit einer Hochwertigen Papier 3fach Aufklappappe – je eleganter
die Bewerbung ausschaut, umso größer ist die Chance, dass sie sich jemand
anschaut. Die Bewerbung sollte sich textlich aus dem Anforderungsprofil
der Stellenanzeige, bzw des Profils der Firma zusammensetzen und
aufzeigen, warum GERADE SIE die richtige Ergänzung für das Firmenteam
sind. Ihre fachliche und menschliche Kompetenz gehört dort hinein – Ihre
Referenzen gehören in den Lebenslauf. Ihr Bild sollte aufgedruckt sein – das
zeigt, dass sie im Umgang mit Computern geübt sind. Beiliegende Passbilder
aus dem Automaten sind im kaufmännischen, sowie im hochwertigen
technischen (Ing., Elektroniker etc.) absolut out.
- Bewerbungsgespräch : Juchu – Sie haben es geschafft die erste
Selektion 10 von über 1000 zu überstehen – seien Sie stolz auf Sich, denn
das bedeutet, das Sie eine wirklich interessante Bewerbung abgegeben
haben. Also bereiten Sie sich gründlich auf IHR CASTING vor, denn nichts
anderes ist das Bewerbungsgespräch. Daß Sie fachlich was drauf haben, sagt
Ihre Bewerbung ja schon aus. Also möchte Ihr gegenüber wissen, was für ein
Typ Sie sind. Vermeiden sie daher in Ihrer Körperhaltung übertriebene
Lässigkeiten, verschränken Sie nicht die Arme, legen Sie nicht die Beine übereinander
(es sei denn Ihr gegenüber tut dies auch), und sitzen Sie aufrecht ohne
dabei jedoch steif zu wirken. Suchen Sie, vor Allem als Kaufmann, ruhig
den Augenkontakt. Verlieren sie nicht die Aufmerksamkeit und konzentrieren
Sie sich nur auf das Gespräch. Bleiben Sie stets freundlich. Arbeiten Sie
an Ihrer Rhetorik – üben Sie mit einem Freund oder einer Freundin.
Trainieren sie sich ähs und öhs sowie Floskeln a la tja, ich meine, ich
denke, ich sag mal - das ganze Kaiser Repertoire eben – ab. Denken Sie
schnell darüber nach was Sie sagen und lassen Sie ruhig eine mini
Denkpause von 2 Sekunden. Halten Sie dabei Augenkontakt und versuchen eine
„Geradeaus“ Antwort zu vermitteln. Die bereits erwähnte Körpersprache
sollten Sie auch vor dem Spiegel üben. Das hilft am meisten. Auch wenn
sich Ihr Partner dabei vielleicht am Boden kringelt . . . .
Denken Sie dran, der Grat zwischen selbstbewusstem Auftreten und
Arroganz ist verteufelt schmal !!!
- Vertragsgespräch: Auch hier heißt es sich vorher adäquat zu
informieren. Verpokern Sie sich nicht, denn meist ist zu diesem Zeitpunkt
noch mindestens ein weiterer Bewerber mit im Endspurt. Den besten Eindruck
hinterlassen Sie, wenn Sie von sich aus eine gestaffelte Bezahlung
anbieten, die sich nach der Probezeit erhöht und mit einem eher niedrigen
Einstiegsgehalt beginnt. Das suggeriert dem Arbeitgeber, dass er bei Ihnen
ja eigentlich nichts falsch machen kann – und das Sie an sich glauben !
Und
jetzt – viel Glück !
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